Geschichte

Das Rittergut Knau besteht vermutlich bereits seit der Mitte des 14. Jh. Untersuchungen an der Holzkonstruktion des Bauwerkes bestästigen, daß schon zu dieser Zeit ein Vorgängerbau existiert haben muss. Es ist wahrscheinlich, daß hier eine Klosteranlage bestanden hatte, die den Mönchen bei der Bewirtschaftung des umliegenden Teichgebietes als Sitz diente. Zum ersten Mal wird das Gut Knau 1522 in Zusammenhang mit Hans und Wolfgang v. Gräfendorf und 1531 mit Else von Gräfendorf zu Knau schriftlich erwähnt. In der Knauer Kirche ist ein vergoldeter Silberkelch zu sehen, den das Gräfendorfsche Wappen ziert. Das Alte Schloss wurde zu Beginn des 17. Jh. von Esaias von Brandenstein als typischer Renaissancebau mit einem Turmgebäude und zwei Festsälen errichtet.

Im Verlauf der Zeit wechselten die Besitzverhältnisse mehrmals, und das Gut kam im Jahre 1745 zusammen mit der Herrschaft Oppurg in den Besitz der Grafen von Hoym, die dem bestehenden Bauwerk das sogenannte Neue Herrenhaus anfügten. Gegen Ende des 19. Jh. kaufte Gottfried Schneider den Besitz und baute ihn zu einem Mustergut aus. Es verblieb bis 1945 in Familienbesitz. Im Zuge der Bodenreform wurde das Gut aufgeteilt und Knau wurde Forschungsstelle für Tierhaltung der Deutschen Akademie zu Berlin.

1992 vernichtete ein Brand das Gutsverwalterhaus und die angre-nzenden Stallungen. Gemeinsam mit der neuen Eigentümerin des Gutes, der Gemeinde Knau, versucht der Förderkreis Rittergut Knau e.V. die historisch bedeutsame Gutsanlage zu sanieren und damit ein kulturelles Zentrum für die Region Knau und den Saale-Orla-Kreis zu schaffen.